Magersucht Anzeichen

Betroffene sind auffallend dünn und haben eine schlechte Beziehung zu ihrem Körper. Der Feind ist der eigene Körper, der gierig ist und bekämpft werden muss. Die Kontrolle gibt das Gefühl unabhängig zu sein. Betroffene kochen gern und viel für andere, essen selbst davon jedoch nichts oder täuschen das Essen vor.

Betroffene kapseln sich im Verlauf der Erkrankung immer stärker ab. Niemand ist ihnen gut genug. Depressive Stimmungen machen den Umgang mit ihnen sehr schwer. Für Angehörige und Freunde besteht dringender Handlungsbedarf, wenn Betroffene untypisch reagieren wie bspw. nur noch mit leiser Stimme sprechen, kraftlos sind und bei dem kleinsten Konflikt mit Weinen reagieren. Dies sind Alarmsignale, die Handliungsbedarf benötigen. Als ersten Schritt sollte man einen Arzt aufsuchen. Doch: Auffallend schlanke Menschen sind nicht immer gleich automatisch magersüchtig!

Diagnosekriterien

  • Gewichtsverlust von 20% vom Ausgangsgewicht innerhalb kurzer Zeit (ca. 3 – 4 Monate),
  • Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt, z.B. durch:
  • streng kontrollierte und eingeschränkte Nahrungsaufnahme, – Vermeidung hochkalorischer Speisen,
  • selbst induziertes Erbrechen oder Abführen (anfallsartig),
  • ständiges übertriebenes gedankliches Kreisen um Nahrung und Figur,
  • übertriebene körperliche Aktivität,
  • Perfektionismus, Hyperaktivität,
  • extreme Angst vor Gewichtszunahme,
  • fehlende Krankheitseinsicht,
  • Körperschemastörungen, d.h. auch bei einem vorhandenen Untergewicht bezeichnen sich Betroffene als »fett«.